Mauritius

Hier findet ihr einen kompletten Reisebericht über Mauritius. Ich nehme euch einfach mit, von der Buchung bis zum Rückflug. Natürlich auch mit nützlichen Zusatz Informationen.

Die Buchung

Wie wir 2018 auf Mauritius gekommen sind, weiß ich auch nicht mehr! Ich glaube aber, es lag am günstigen Flug und den erschwinglichen Hotels und ja ihr lest richtig: Mauritius muss nicht teuer sein. Sind wir dann mal ehrlich, Mauritius ist ein Traumziel vieler und wenn es dann noch bezahlbar ist, wieso eigentlich nicht. Dazu gibt es leckeres Essen, freundliche Menschen und neben Traum Stränden auch noch einiges zu sehen, aber alles der Reihe nach.

Ich weiß noch, ich habe nach günstigen Flügen für unseren Sommerurlaub 2019 gesucht. In einer Flugsuchmaschine gab ich neben Aruba und einigen anderen Zielen auch Mauritius ein. Als mir die Suchmaschine dann den Preis ausspuckte, staunte ich nicht schlecht. Für 700 Euro mit Mauritius Airlines, ab Frankfurt über Amsterdam nach Mauritius und das auch noch in den Sommerferien, Läuft dachte ich. Schnell die Airline und die Hotelpreise gecheckt, alles mit einer Pauschalreise verglichen, dann noch ein paar Infos über die Insel eingeholt und schon haben wir uns für Mauritius entschieden. Die vergleichbaren Pauschalreisen waren viel zu teuer, deshalb haben wir alles Einzeln (wie Bausteine) gebucht.

In unseren Urlauben möchten wir ja immer etwas erleben und trotzdem im Hotel chillen können. Deswegen haben war für uns klar, den Urlaub in zwei Hälften zu teilen. Für die erste Woche haben wir uns ein Auto gemietet und ein Hotel mit Frühstück gesucht und für die zweite Woche ein All Inklusive Hotel zum Entspannen. Den Flug haben wir über Skyscanner.de bei KLM gefunden. Allerdings mit zwischenstop in Amsterdam, ab Frankfurt fliegt Condor Direkt. Unser erstes Hotel haben wir über Booking.com gebucht und mit dem Shanti ghar guest house einen wahren Schatz gefunden (inkl. Frühstück). Das zweite Hotel, das Silver Beach Hotel wurde über Neckermann gebucht, mit anschließenden Transfer zum Flughafen. Denn Mietwagen spuckte mir Billigermietwagen.de als Rund-um-sorglos-Packet aus.

Der Flug nach Mauritius

Die Anreise zum Flughafen Frankfurt war wie immer Problemlos, der Check In bei KLM natürlich auch und die Koffer wurden bis nach Mauritius durchgecheckt. Das Boarding war dann eher langwierig und die kleine Maschine nach Amsterdam war voll bis auf den letzten Platz. Die einstündige Flugzeit wurde einem mit einem Sandwich und Getränkten verkürzt. Am Airport Shiphol war für mich dann Chaos angesagt und die 2 Stunden Transitzeit nicht einzuhalten (nur zwei Zollbeamte für die Ausreise aus der EU). Dank der netten Mitarbeiter, wurden wir aber auf mein Bitten bevorzugt behandelt und durften an der Schlange vorbei.

Die Maschine nach Mauritius hob dann auch pünktlich ab, war dann aber nicht ganz gefüllt. Die alte Boeing hatte schon bessere Tage erlebt. Das Bordentertainment wirkte wie aus der Steinzeit, hatte aber immer hin drei Deutsche Filme im Programm. Dafür konnte sich der Service sehen lassen, die Speisen waren hervorragend und so kann Mauritius Airlines mit jeder Asiatischen oder Arabischen Airline mithalten. Letztlich war der Flug ein guter Start in den Urlaub. (Pro Pers.708€)

Auto und Verkehr auf MAuritius

Auf Mauritius angekommen, ging es über den Zoll (dauerte nicht unnormal lange) zu den Koffern und dann zum Mietwagen Center vor dem Terminal. Die üblichen Taxi-Taxi Schreihälse und Kofferträger ließen wir natürlich links liegen. Das Abholen des Autos lief erstaunlich problemlos, kein aufschwatzen von Versicherungen oder der gleichen, nicht mal meine Kreditkarte wollten sie sehen. Der Mitarbeiter, der mit uns die Autoübergabe machte, malte nach und nach das ganze Auto auf dem Zettel aus und meinte dann zum Schluss: „egal das ganze Auto ist kaputt“. Er meinte natürlich nur das Aussehen und nicht die Sicherheit, da war das Auto wohl tadellos.

Dass auf der Insel links gefahren wird, war mir natürlich bewusst, andere schauten erst mal verwirrt und waren geschockt, deswegen sollte man sich immer vorher informieren. Der Linksverkehr machte mir schon ein bisschen zu schaffen, wo bei die Einheimischen sehr viel Rücksicht nehmen, in Frankfurt wäre ich einige Male von der Straße gehupt geworden! Das Schlimmste an der Fahrerei war, der vertauschte Blinker und Scheibenwischer, es ist halt doof, wenn man bei jedem Abbiegen erst den Scheibenwischer an macht. Das Auto wurde dann letztendlich bei unserem zweiten Hotel, vier Tage zu spät abgeholt. (7 Tage inkl. Vollschutz 360€ – Billigermietwagen.de)

Das Erstes Hotel

Unser erstes Hotel war das Shanti Ghar Guest House, hier hatten wir einen echten Glücksgriff. Eine halb offene Villa, in einem schönen tropischen Garten und natürlich mit Pool. Es war schon etwas traurig, dass wir in der ersten Woche fast nur unterwegs waren. Wir hatten zwei Zimmer mit Bad und Terrasse auf der uns der Familienhund öfter besuchte. Das Vermieter Ehepaar war super freundlich und hilfsbereit und man konnte alles für den täglichen Bedarf von Ihnen bekommen. Das Frühstück wurde immer frisch und sehr lecker zubereitet, es blieben keine Wünsche offen. Wenn man kein Auto hatte, wurde man sogar gegen einen Aufpreis überall hingefahren. Die Villa lag etwas außerhalb von Tamarin.

Im Ort gab es alles, nur keine großen Hotels. Supermärkte, ein kleines Einkaufszentrum, viele Restaurants und eine Bank. Der Strandabschnitt war schöner als gedacht und das Panorama ein Traum. Wenn wir noch mal nach Mauritius fliegen, kommen wir gerne wieder. (7Tage 3Pers. 770€ inkl. Frühstück)

Reisebericht der ersten Tage

Natürlich brauchten wir erst einmal was zu Essen und Trinken. Also gleich nach der Ankunft, noch mal schnell ins Auto gesprungen und in den nächsten Supermarkt gefahren. Ein Baguette und etwas zum Belegen eingepackt und das Abendessen war gerettet. Wir hatten einfach keine Lust, nach dem langen Flug noch in ein Restaurant zu gehen. Nach der Stärkung, verschwanden wir auch alle ganz schnell im Bett.

Am nächsten Tag, wollten wir dann gemütlich nach dem Frühstück nach Chamarel fahren. Nach dem wir das leckere Essen bei angenehmen 23° genossen haben, machten wir uns Auf in den Black River Gorges National Park. Dort wollten wir uns die 7-farbige Erde und den Chamarel Wasserfall anschauen und anschließend nach Le Morne an den Strand fahren. Leider spielte das Wetter nicht mit und es schüttete in Strömen.

Dann hörten wir, dass es angeblich im Norden schöner sein sollte und da die Insel ja nicht groß ist, machten wir uns auf den Weg. Ein bisschen bummeln in Grand Baie, einen super leckeren Burger im Shopping Center gegessen und zum Sonnenuntergang waren wir an der berühmten Kirche Nodre Dame in Cup Malheureux. Eine knappe Stunde brauchten wir dann noch zurück in unsere Unterkunft.

Der Süden von Mauritius

Im Süden wurde das Wetter dann Tag für Tag besser. Wir sind dann unsere Touren sehr gemütlich angegangen, irgendwie holt einen der der Insel-Rhythmus schnell ein. Während wir einen Tag am wunderschönen, aber sehr touristischen Strand von Flic en Flac verbrachten, sehnten wir uns danach doch noch ein bisschen was zu erleben.

Die 7-farbige Erde in Chamarel ist toll und interessant an zu sehen. Der Wasserfall hat zwei Aussichtspunkte, die wegen der lebensmüden Instagramer stark bewacht sind. Den angeblichen Weg nach unten, haben wir nicht gefunden, da leider alles eingezäunt war. Der Aussichtspunkt Gorges Point ist toll, die Aussicht einmalig und mit etwas Glück hüpft dort eine Affenbande herum. Der Blick zu den Alexander Falls, wurde uns durch ein Platzregen vermiest. Vom See und der Tempelanlage Grand Bassin waren wir enttäuscht, das mag aber auch an den Vergleichen zu Sri Lanka und Bali liegen.

Der Rochester Wasserfall ist wunderschön und interessant gelegen, man kann dort auch schwimmen. Aufpassen sollte man auf die Klappenspringer und deren Kinder, die eigentlich in die Schule gehören. Sie versuchen einem recht geschickt das Geld aus der Tasche zu ziehen, dies sollte man am Besten dankend ablehnen.

Die südliche Küstenstraße ist wunderschön zu befahren und es macht Spaß sich einfach nur umzusehen. Der Strand von Le Morne ist ein Traum, natürlich nur wenn es nicht regnet. Dazu wirkt die Kulisse mit dem Berg fast schon unwirklich. An unserem letzten Tag mit dem Auto, haben wir Original Kreolisch gegessen und zwar im wunderschönem Escale Créole bei der Hauptstadt Port Louis. Dies kann ich jedem Mauritius Urlauber nur empfehlen. Es ist zwar sehr teuer, aber jeden Euro wert und 100% authentisch. Es kommen auch viele Einheimische, die es sich leisten können. 

Das zweite Hotel auf Mauritius

Nun war es soweit, eine Woche herumfahren, erkunden und entdecken war vorbei und wir mussten unsere Traumunterkunft verlassen. Der letzte Tag mit dem Auto bedeutete auch einen Hotel wechsel. Wir fuhren einmal quer über die Insel, von Tamarin nach Trou d’Eau Douce. Es ging quer durch Dörfer und Zuckerrohrfelder, es war einfach ein landschaftlicher Traum. Nach zwei Stunden sind wir dann im Silver Beach Hotel angekommen.

Das Hotel selbst war in die Jahre gekommen und verspürte den Scharm der 80er und 90er Jahre. Die Sauberkeit und der Service aber waren vor bildlich und das Essen empfanden wir als sehr lecker und regional. Das große Plus war der endlos lange und fast verlassene Sandstrand, für uns der Schönste, den wir auf Mauritius gesehen haben. Dies war natürlich Spitze, da wir ja die zweite Woche nur chillen wollten.

Einmal sind wir noch mit dem Linienbus auf den Markt nach Flacq gefahren, der Erzeuger-Markt ist toll, den Teil mit den Touristen Artikeln, muss man aber nicht besuchen. Der Ort an sich, wirkte sehr voll und wuselig und hat uns nicht wirklich gefallen. Wie auf der ganzen Insel, waren die Locals äußerst freundlich und offen, einfach ein liebenswertes Völkchen. (7 Tage All inkl. ca. 500€ Pro Pers.)

Der Rückflug

Für den Rückflug haben wir über Neckermann einen Flughafentransfer gebucht, dies war mir morgens um 5 Uhr einfach lieber (und zuverlässiger), als ein Taxi zu rufen. Eine knappe Stunde fährt man an der Küste entlang, dies war ein landschaftlicher Genuss.

Am Flughafen angekommen nervten schon wieder ein paar Kofferträger, diese wollten sich nur schwer abschütteln lassen. Hier zeigte sich dann auch noch mal kurz die Sonne, bevor sie am Check-In Schalter für mich wieder unterging. Wir hatten drei Koffer mit je 23Kg Freigepäck und zwei mit knapp14kg und einen Koffer mit 34kg dabei. Okay 34Kg ist ein bisschen viel, aber insgesamt passte es ja und Probleme hatten wir bis dato auch nie. Die Dame am Check-In Schalter war aber beratungsresistent und sagte: „Welt-weit dürften maximal 27Kg im Koffer sein“. Lachhaft aber Okay.

Der Flughafen selbst ist nicht groß und schnell abgelaufen. Tolle Geschäfte gibt es nicht und die, die es gibt sind maßlos überteuert. Der Flug nach Amsterdam war ein Traum, die Maschine halb leer und 3 Plätze für mich allein, so möchte man doch immer reisen! Der Service und das Essen waren wieder hervorragend und so verging die Zeit wie im Flug.

 

Essen & Trinken auf Mauritius

Essen und Trinken auf Mauritius. Die Lebensmittel haben ähnliche Preise wie in Deutschland, jedenfalls im Supermarkt. Getränke sind ein wenig teurer. Das Essen in Restaurants ist preislich unter dem Deutschen Niveau. An den Foodtrucks und lokalen Küchen kann man sehr günstig Essen, allerdings sucht man sie in der Nebensaison oder an kleineren Stränden oft vergebens. Ich empfehle jedem, wenn möglich das einheimische Essen zu genießen. Kreolisches Essen ist super lecker und der Fisch günstig und fang frisch. Eine kleine Auswahl der Restaurants die wir auf Grund der fehlenden Foodtrucks besuchten:

Escale Créole – Kreolische Küche – Sehr lecker und Autentisch

Eldorado – Fisch und Int. Küche – Top und Frisch

Le Chamarel Restaurant – Int. Küche – Teuer aber Top

RocoMamas – Burger – ist okay gewesen

La Cosa Nostra – Pizza – Sehr gute Pizza

Le Kiosk – Bistro – Gutes Bistro Essen

Weiter Infos zu Mauritius

Einreise:

Zur Einreise braucht man lediglich einen Reisepass der länger als 3 Monate gültig ist. Wie auf Fernreisen üblich, füllt man im Flugzeug einige Zettel aus, die man dann bei der Einreise am Zoll und bei der Umwelt/Naturschutzbehörde abgibt. Dies geht am Flughafen alles recht zügig. Alle Zettel kann man auch noch im Terminal ausfüllen (Stand 2019).

Auto:

Wer sich ein Auto mieten möchte: Achtung! Offiziell wird ein internationaler Führerschein gefordert. Bei der Anmietung war es aber in meinem Fall völlig egal. Wie die Polizei allerdings reagiert, weiß ich nicht. Dazu wird links gefahren und oft bleiben die Autos einfach mitten auf der Straße, ohne Grund, stehen. Die Straßen sind für einen Inselstaat recht gut ausgebaut und es gibt ausreichend Tankstellen.

Wann:

Die beste Jahreszeit ist der Deutsche Winter, da ist die Insel gut besucht und die Preise gehen durch die Decke. Auf Mauritius fallen die Temperaturen fast nie unter 25° und eine richtige Regenzeit, gibt es nicht. So kann man Mauritius das ganze Jahr bereisen. Im Deutschen Sommer geht an der Ostküste teils starker Wind und generell sollte es im Norden ein bisschen wärmer sein. Also ergibt sich eine ganz einfache Regel… im Deutschen Winter kannst du überall hin, aber die Insel ist teurer und voller. Im Deutschen Sommer, lieber an die West- und Nordküste und die Insel ist nicht ganz so überlaufen.

Was muss mit:

Unverzichtbar ist ein gutes Mückenmittel, wir nutzen immer Anti Brumm, eine dünne Jacke für abends und tagsüber die Sonnencreme nicht vergessen. An einigen Stränden sind Badeschuhe von Vorteil und das insbesondere einsamen. Es gibt giftige Steinfische und spitze Korallen im Sand (ich wäre fast in einem toten Seeigel getreten). Lohnenswert sind auch Taucherbrille und Schnorche. Einen Adapterstecker brauchten wir nicht, aber normal hat Mauritius ein anderes Steckdosen System ( Informiert euch vorher).

Geld:

Um an Bargeld zukommen und für die Bezahlungen nutzen wir die kostenlose Kreditkarte der DKB Bank. Man kann dazu kostenlos Weltweit Bargeld abheben und fast überall kostenlos bezahlen. Viele andere Banken nehmen hier meines Erachtens übertriebene Gebühren. Der einzige Nachteil ist, um diesen Vorteil zu nutzen, müsst ihr ein kostenloses Girokonto eröffnen und mindestens einen monatlichen Geldeingang von 700 Euro haben. (Informiert euch einfach im Internet nach passenden Angeboten)

Verschiedenes:

Die Landesprache ist Französisch, aber auch mit Englisch kommt man weiter.

WiFi gibt es in jedem Restaurant und Hotel, außerhalb sind wir komplett ohne ausgekommen. Für die Navigation, haben wir uns die Google offline Karte (schon in Deutschland) geladen.

Mauritius ist außerdem ein Zuckerrohr Land, gefüllt besteht die Insel nur aus Zuckerrohr, ist dieser abgeerntet, wirkten viele Gegenden recht karg. Ein tolles Mitbringsel ist zum Beispiel ein guter Rum.

Weitere Fragen:

Habt ihr weitere Fragen? Dann stellt sie mir doch in den Kommentaren, ich werde mein Bestes geben um sie zu beantworten. Eventuell entsteht ja ein neuer Blogbeitrag daraus.

Links:

Flugsuche – Skyscanner.de

Flüge – KLM

Auto – Billigermietwagen.de

Kreditkarte – DKB

Hotel1 –  Check24Shanti ghar guest house

Hotel2 – Check24Silver Beach Hotel

Kamera – Canon 750 D / Canon 6D mark II

Pauschalreisen – Check24

Equipment

Kamera

Canon 750D

– Canon 6D mark II

Objektiv

 – Canon 24/70mm f4

Tokina 11/16mm f2.8

 – Canon 50mm f1.4

Canon 16/35mm f4

weiteres

 
Rucksack – Vanguard Alta Sky
 
 

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